Manche neurodivergente Menschen passen sich stark an.
Sie beobachten. Sie lernen.
Sie merken sich, wie andere sprechen.
Wie sie schauen. Wann sie lachen.
Und: sie machen es nach.
So entsteht ein Verhalten, das nach außen gut passt.
Unauffällig. Richtig. Erwartet.
Wenn auch manchmal etwas steif oder künstlich.
Doch im Innen kann es sich anders anfühlen.
Wie eine Rolle.
Wie ein ständiges Mitdenken.
Was passt jetzt?
Was ist richtig?
Was wird erwartet?
Das kostet Kraft. Viel Kraft.
Manchmal so viel, dass danach nichts mehr übrig ist.
Masking bedeutet nicht, dass jemand „nicht er selbst“ ist.
Sondern: dass jemand versucht, in einer Welt zurechtzukommen,
die nicht für ihn gemacht ist.
Manchmal sieht man nur das „Funktionieren“ –
aber nicht die unglaubliche Anstrengung dahinter
